TB Handbuch
Änderungen:
2026-09-19 Übernahme des Handbuchs von 2025 als Webseite
2026-10-25 Handbuch neu strukturiert
2026-11-02 Checkliste zum Projektmanagement
Eure Rolle als TB
Liebe Teambegleitungen,
schön, dass ihr dieses Jahr Teambegleitung (TB) im Teamprojekt Softwareentwicklung (TPSE) seid! Als TB begleitet ihr mehrere Studierendenteams durch ihr Softwareprojekt. Dieses Handbuch beschreibt eure Aufgaben und den Ablauf des Praktikums. Es wird laufend ergänzt. Anregungen nehmen wir gerne entgegen.
Euer TPSE-Organisationsteam
Euer Ziel
Euer wichtigstes Ziel: Das Team bringt das Projekt erfolgreich zum Abschluss zur Zufriedenheit der Auftraggeber:innen. Wenn Probleme absehbar sind (z. B. Konflikte, unrealistische Anforderungen, keine Fortschritte), helft dem Team proaktiv dabei, diese zu lösen. Bei besonders schwierigen Problemen informiert bitte frühzeitig die TPSE-Orga.
Ablauf des Semesters
Die Teams arbeiten das ganze Semester an einem Softwareprojekt für ihre AGs, in Iterationen von etwa zwei Wochen. Den Ablauf aus Sicht der Studierenden beschreibt die Übersicht der Begleitveranstaltung. Für eure Arbeit als TB teilen wir das Semester in drei Phasen und schreibt zu jeder Phase einen Begleitbericht:
Phase I (Oktober bis Mitte November): Teamtraining, erste Treffen mit Teams und AGs, Projektstart.
Phase II (bis Mitte Februar): Die Teams finden in ihren Rhythmus. Ihr gebt Feedback zum Spezifikationsdokument und achtet auf die Meilensteine.
Phase III (bis Mitte März): Projektdokumentation, Vortragstraining, Projektübergabe und Abschlussvorträge.
Die Kapitel zu den Phasen beschreiben, was jeweils zu tun ist. Danach folgen allgemeine Hinweise für Situationen, die euch im Laufe des Semesters begegnen können, sowie Details zu Begleitberichten, Hospitation und TB-Logs.
Aufgaben
Als Teambegleitung helft ihr euren Gruppen bei auftretenden Problemen und unterstützt sie während des Projekts.
Interessenvermittlung: Ihr vermittelt zwischen den Interessen der Gruppe und denen der AGs und unterstützt bei Konflikten. Was ihr nicht schlichten könnt, gebt ihr an die TPSE-Orga weiter.
Beratung: Ihr beratet das Team zu Methoden und Best Practices in Teamprojekten, wirkt jedoch nicht selbst aktiv an der Implementierung mit.
Trainingssupport: Ihr begleitet eure Teams zu Team- und Vortragstrainings und unterstützt dort den Trainer. Darauf bereiten euch die TB-Schulungen vor.
Berichterstattung: Ihr haltet Kontakt zur TPSE-Orga, fragt regelmäßig den Fortschritt und die Stimmung in der Gruppe ab und dokumentiert den Stand.
Was eine gute TB ausmacht
Im ersten TB-Orga-Meeting haben wir gemeinsam gesammelt, was eine gute TB ausmacht:
Ihr seid gut erreichbar, präsent und bringt Motivation mit.
Ihr habt den Überblick über den Projektstand eurer Teams.
Ihr versteht die Organisation des TPSE und gebt keine Falschinformationen weiter. Wenn ihr etwas nicht wisst, fragt bei der Orga nach.
Ihr kommuniziert strukturiert mit euren Teams, z. B. über regelmäßige feste Meetings, bleibt dabei aber flexibel.
Ihr sorgt dafür, dass es in jedem Team feste Ansprechpersonen gibt.
Ihr könnt ein Projektmanagement-Tool vorschlagen, lasst den Teams aber Raum, das Projekt nach eigenem Ermessen umzusetzen.
Ihr schlichtet zwischen AG und Team.
Nicht eure Aufgaben
Nicht Teil eurer Aufgaben ist es, bei der Implementierung oder Organisation der Arbeitsaufteilung zu helfen. Die Leistung der betreuten Gruppe hat keinen Einfluss auf eure Note als Teambegleitung.
KI-Tools
Die Regeln zum KI-Einsatz aus den Infos für Studierende gelten auch für euch, z. B. für eure Berichte und Logs. Außerdem solltet ihr sie euren Teams erklären können.
Leistungen
Termine
Bei diesen Terminen seid ihr anwesend:
TB-Orga-Meetings, anfangs wöchentlich, später gegebenenfalls zweiwöchentlich
TB-Schulung (Train-the-Trainer) zu Semesterbeginn und die Teamtrainings aller eurer Teams
Regelmäßige Treffen mit euren Teams, das erste AG-Treffen und weitere AG-Treffen nach Bedarf
Eine weitere TB-Schulung und die Vortragstrainings eurer Teams gegen Ende des Semesters (voraussichtlich 2027-02-15 bis 2027-03-05)
Die Abschlussvorträge eurer Teams
Abgaben
Feedback zum L01 Spezifikationsdokument und zur L03 Projektdokumentation eurer Teams, jeweils auf Basis einer Vorversion
Ein TB-Log pro Team und Iteration
Drei Begleitberichte über eure Arbeit als TB und den Stand eurer Teams, einer pro Phase (Deadlines vorläufig):
2026-11-13 Initialbericht (Vorabgabe Spezifikationsdokument)
2027-01-15 Zwischenstandsbericht (Ende der ersten Woche nach der Winterpause)
2027-03-05 Abschlussbericht (Freitag vor den Abschlussvorträgen)
Bewertung
Etwa 70 % eurer Note ergeben sich aus den Begleitberichten.
Die übrigen etwa 30 % bewerten eure Mitarbeit: Anwesenheit, Pünktlichkeit und aktive Teilnahme bei den oben genannten Terminen, Zuverlässigkeit gegenüber Teams, AGs und Orga, Lösungsorientierung bei Irregularitäten.
Für eine sehr gute Note reicht es, die oben genannten Leistungen sorgfältig zu erbringen. Die Note, die eure Teams von AG und TPSE-Orga erhalten, fließt nicht in eure Note ein. Die Gewichtung ist vorläufig.
Zusatzleistungen
Freiwillig könnt ihr zusätzliche Leistungen erbringen. Sie fließen in die Mitarbeit ein und können andere Punkte ausgleichen. Beispiele:
Das Protokoll eines TB-Orga-Meetings führen. Pro Meeting protokolliert eine TB, und es gibt nicht genug Meetings für alle. Wer möchte, meldet sich früh.
Zusätzliche Teamtrainings begleiten, z. B. als Vertretung für ausgefallene TBs oder wenn für ein Training noch eine TB fehlt.
Der professionelle Umgang mit komplizierten Gruppen und AGs.
Phase I: Erste Schritte
Zu Semesterbeginn kommt ihr zuerst zum TB-Orga-Meeting in der ersten Vorlesungswoche und dann zur TB-Schulung für die Teamtrainings. Wann ihr eure Teams und AGs zum ersten Mal trefft, hängt von der Teamzuteilung und vom Termin des Teamtrainings ab. Das erste Gruppen- oder AG-Treffen kann also auch vor dem Teamtraining liegen. Die Abschnitte zu den ersten Treffen sind deshalb ausführlich. Nehmt sie als Erinnerung, was wichtig sein könnte, nicht als feste Agenda.
Kommunikation und TB-Orga-Meetings
Die Kommunikation unter den TBs und mit uns läuft über den Matrix-Raum für alle TBs (noch nicht drin? Meldet euch bei uns). Bei Fragen erreicht ihr uns dort, im TB-Orga-Meeting oder unter tpse@cs.tu-darmstadt.de.
- TB-Orga-Meetings
Ab 2026-10-12 montags 13:30 Uhr in S105/24 (WiSe 26/27).
Die TB-Orga-Meetings finden anfangs wöchentlich statt, später gegebenenfalls zweiwöchentlich. Eure Anwesenheit wird erfasst, und wir erwarten aktive Beteiligung: Bringt Fragen und Probleme eurer Teams mit. Wer möchte, kann das Protokoll eines Meetings führen (siehe Zusatzleistungen).
Trainings und Teamzuteilung
Jedes Team nimmt zu Beginn des Semesters an einem Teamtraining teil und bucht den Termin selbst. Ihr begleitet die Teamtrainings eurer Teams und unterstützt den Trainer. Darauf bereitet euch eine TB-Schulung vor, in der ihr den Ablauf kennenlernt und die Methoden übt, bei denen ihr den Trainer unterstützt. Die Teilnahme ist verpflichtend und geht in eure Bewertung ein.
Über die Teamtrainings werden euch auch eure Teams zugeteilt: Ihr gebt eure Verfügbarkeit für die Trainings an und betreut die Teams, deren Teamtraining ihr begleitet. Sobald die Zuteilung steht, bekommen Team, AG und ihr eine gemeinsame E-Mail, um das erste Treffen zu organisieren.
Wünsche oder Ausschlüsse (z. B. Teams mit Personen, die ihr gut kennt) meldet ihr bitte frühzeitig bei der Orga.
Die Termine und Räume sollten in TUCaN stehen. Nach aktuellem Stand (WiSe 26/27):
2026-10-16: TB-Schulung für die Teamtrainings
Deutsch: 09:50 Uhr, S103/121
Englisch: 13:30 Uhr, S103/164
2026-10-19 – 2026-11-05: Teamtrainings, S202/B019
Den Prozess der Studierenden kennen
Damit ihr eure Teams begleiten und ihre Fragen beantworten könnt, müsst ihr den Ablauf des TPSE aus Sicht der Studierenden kennen. Lest dazu die Übersicht der Begleitveranstaltung (inkl. Termine) und die Begleitdokumente D01 Agile Manifesto, D02 Projektmanagement, D03 Anforderungen und D04 Qualitätssicherung. Für Fragen zu Organisatorischem helfen die Infos für Studierende.
Erstes Gruppentreffen
Ziel des ersten Gruppentreffens ist das gegenseitige Kennenlernen und die Vorbereitung auf das erste AG-Treffen. Stellt den Kontakt aktiv her und organisiert das Treffen zeitnah, sofern das Team das nicht schon getan hat. Hat das Teamtraining schon stattgefunden, kennt ihr euch bereits und könnt Punkte, die dort behandelt wurden, kürzer halten.
- Kennenlernen
Die Gruppe sollte sich untereinander und mit euch bekannt machen. Klärt Vorkenntnisse und Erwartungen an das Projekt. Klärt auch eure Rolle als TB und deren Grenzen: Ihr begleitet den Prozess, implementiert aber nicht mit und verteilt keine Aufgaben.
- Agiler Prozess
Besprecht Vorkenntnisse und Unklarheiten zu agiler Entwicklung (Iterationen, Anforderungen, Story Points, Velocity). Überlegt gemeinsam, welche Bestandteile des Prozesses die Gruppe von Anfang an plant (siehe D02 Projektmanagement).
- Terminabsprache
Besprecht, welche Termine für AG-Treffen infrage kommen und wie ihr einen ersten AG-Termin ausmacht.
- Modalitäten
Besprecht die Abgabemodalitäten und wie die Gruppe ihre Zeiten erfasst.
- Feedback
Feedback und ehrliche Kommunikation sind essentiell, deswegen klärt entsprechende Erwartungen und Strategien mit der Gruppe. Erklärt auch eure Position im Gesamtprozess.
- Zeiten der Gruppenmitglieder
Wann hat jedes Gruppenmitglied Zeit und wie soll sich die Arbeitslast über das Semester verteilen?
- Rollen
Besprecht potentielle Rollen und Verantwortungen, wie bspw. Protokollierung der Treffen und eine feste Kontaktperson für AG und TB. Es gibt keine Projektleitung, Entscheidungen trifft das Team gemeinsam.
- Projektfolien durchgehen
Ihr könnt gemeinsam die Folien zum Software-Projekt durchgehen und damit Fragen für das erste AG-Treffen vorbereiten.
- AG-Treffen
Sprecht über das erste AG-Treffen und welche Erwartungen und Fragen die Gruppe bereits hat. Jedes Teammitglied sollte sich mit der Projektausschreibung inhaltlich beschäftigt haben. Besprecht, wie die Gruppe im Treffen Fragen stellt und Anforderungen erfragt. Idealerweise erstellt ihr eine grobe Agenda, siehe Anhaltspunkte unter Erstes AG-Treffen.
Erstes AG-Treffen und Umgang mit AGs
Die Teams kontaktieren ihre AGs selbst und vereinbaren das erste Treffen. Es sollte zeitnah nach dem ersten Gruppentreffen stattfinden. Ihr achtet darauf, dass das klappt, und nehmt am ersten Treffen teil.
Wir haben den Teams gesagt, dass sie sich selbst auf das Treffen vorbereiten müssen. Erfahrungsgemäß passiert das oft nicht oder nur oberflächlich. Fragt deshalb vorher nach, wie weit das Team ist, und helft bei offenen Fragen. Besonders wichtig ist das, wenn das AG-Treffen vor eurem ersten Gruppentreffen stattfindet (siehe Erstes Gruppentreffen).
Die AGs kennen den Prozess meist nicht. Das Team leitet die Treffen und führt Protokoll. Ihr lasst die Gruppe die meisten Dinge eigenständig besprechen, greift aber nötigenfalls ein.
Gegenüber AGs tretet ihr höflich, aber bestimmt auf und setzt euch, wenn nötig, durch. Konflikte versucht ihr zunächst zu schlichten. Scheitert das, kontaktiert bitte die TPSE-Orga.
Als Agenda könnt ihr euch an folgenden Punkten orientieren:
- Vorstellung
Stellt euch kurz vor und lernt die AG kennen. Hier sollte auch über Programmiersprache, Framework, Infrastruktur, Lizenz, Ressourcen usw. gesprochen werden.
- Umfang
Sprecht den zeitlichen Gesamtumfang des Projekts an. Klärt unter diesen Bedingungen realistische Erwartungen an das Projekt und die Abgaben. Beachtet, dass nicht die gesamte Zeit in die Implementierung fließt.
- Spezifikationsdokument
Das Team schreibt in der ersten Iteration das L01 Spezifikationsdokument, den „Vertrag“ mit den AGs. Es sollte deshalb vorher wissen, was in das Dokument gehört, und die AGs gezielt nach den nötigen Informationen fragen (u. a. Projektziele, Rahmenbedingungen, erwartete Ergebnisse). Die AGs bekommen eine Vorversion und können dazu Feedback geben.
- Ablauf der Iterationen
Iteration 1 startet mit dem ersten AG-Treffen. Eine Iteration dauert normalerweise 2 Wochen; ein regelmäßiger Takt ist wichtiger als der genaue Startzeitpunkt (das gilt entsprechend für die TB-Logs). In jeder Iteration nimmt der AG die umgesetzten Anforderungen anhand ihrer Akzeptanzkriterien ab und priorisiert die nächsten. Die Anforderungen formuliert das Team, basierend auf dem Input des AG.
- QS
Erklärt die vorgegebenen QS-Maßnahmen (Code Reviews, Tests, Pair Programming) und fragt, ob dem AG darüber hinaus Qualitätsmerkmale wichtig sind.
- Erste Iteration
Legt Aufgaben für die erste Iteration in sinnvollem Umfang fest. Sollten die AGs noch wenig Vorstellung von dem Projekt haben, kann hier auch gemeinsames Brainstorming hilfreich sein. Zunächst kann man zur Findung initialer Anforderungen auch ggf. Bestand analysieren, Kernfunktionen analysieren (die Grundlage für weitere Funktionen sind oder die Minimalanforderungen erfüllen), nichtfunktionale Anforderungen betrachten (Einarbeitung) und typische Situationen in der Anwendung oder das Ziel der Anwendung diskutieren.
- Plan für weitere Treffen
Vereinbart einen regelmäßigen Termin für die weiteren Treffen, in der Regel alle 2 Wochen (einmal pro Iteration). Das zweite Treffen sollte vor der Abgabe des Spezifikationsdokuments liegen, damit es mit den AGs abgestimmt ist.
Nach diesem Treffen lohnt es sich, mit den Gruppenmitgliedern gemeinsam Story Points zu schätzen (siehe D03 Anforderungen).
Phase II: Begleitung der Teamleistungen und Meilensteine
Nach den ersten Treffen sollte sich alles in einen Rhythmus einspielen: Die Teams arbeiten in Iterationen, treffen sich regelmäßig mit ihren AGs und schreiben das Spezifikationsdokument. In dieser Phase liegt das Feedback zum Spezifikationsdokument. Daneben achtet ihr darauf, dass die Teams ihre Meilensteine erreichen.
Regelmäßige Treffen
Trefft euch regelmäßig mit euren Teams. Wie ihr das organisiert, hängt vom Team ab. Manche TBs haben sich gut im Anschluss an die AG-Treffen mit ihren Teams getroffen, andere zu einem eigenen Termin.
Seid außerdem zumindest bei einigen AG-Treffen dabei, um zu sehen, ob die Zusammenarbeit zwischen Team und AG funktioniert. Bei Problemen solltet ihr häufiger dabei sein.
Spezifikationsdokument
Das L01 Spezifikationsdokument stellt den „Vertrag“ zwischen dem Team und den AGs dar. Ziel ist die Klärung des Projektrahmens. Das Team schreibt es in der ersten Iteration, basierend auf den Gesprächen mit den AGs.
Das Team gibt euch zwei Wochen vor der Deadline eine Vorversion. Ihr habt dann eine Woche Zeit für euer Feedback.
Idealerweise gebt ihr iterativ Feedback, schaut euch also auch überarbeitete Versionen an.
Stellt sicher, dass auch die AGs das Dokument erhalten und Feedback geben können, idealerweise vor der Vorabgabe.
Konstruktives Feedback
Als TB gebt ihr an verschiedenen Stellen Feedback, sowohl zur Bewertung von Leistungen als auch zur Verbesserung von Prozessen und Kommunikation. Hierfür ist es essentiell, dass das Feedback konstruktiv ist. Die Grafik der HDA fasst die Kernpunkte konstruktiver Kommunikation zusammen. Feedback sollte sachlich richtig und prägnant formuliert werden, wobei keine moralische Verurteilung erfolgt. Bewertungen sollten positive und negative Punkte berücksichtigen und diese nachvollziehbar gewichten.
Erinnert die Teams daran, dass euer Feedback dazu dient, die Abgaben zu verbessern. Bewertet wird am Ende von der Orga. Euer Feedback gibt den Teams vorher einen Eindruck.
Meilensteine und Einblick in den Prozess
Die Teams tragen im Online-Tool ein, wann sie einen Meilenstein erreicht haben, und beschreiben kurz, wie. Ihr prüft, ob der Meilenstein tatsächlich erreicht ist. Grundlage ist immer das, was ihr selbst gesehen habt. Stellt deshalb früh sicher, dass ihr Zugriff auf alles Nötige habt, und fordert ihn sonst beim Team ein.
Verschafft euch Zugang zur Forge, zu den Anforderungen und zu den Protokollen der Teams
Schaut euch regelmäßig an, wie die Iterationen laufen (siehe D02 Projektmanagement)
Prüft Code, Tests und Code Reviews stichprobenartig (siehe D04 Qualitätssicherung)
Ist ein Meilenstein verpasst, sprecht das Team früh darauf an und klärt die Gründe
Checkliste Projektmanagement
Achtet im Laufe des Projekts insbesondere auf diese Punkte (siehe D02 Projektmanagement):
Gibt es regelmäßige Iterationen von 2 Wochen mit AG-Treffen?
Werden die Treffen sinnvoll genutzt (das Team ist vorbereitet)?
Werden Projektdaten (Code, Dokumentation, …) sinnvoll verwaltet? (Versionskontrolle oder vergleichbares)
Werden Anforderungen sinnvoll verwaltet? (Als Issues, Tasks, Cards, Tabellen oder ähnliches)
Wird darauf geachtet, dass jede Anforderung ein testbares Akzeptanzkriterium hat?
Wird der Aufwand für jede Anforderung geschätzt?
Wird die Velocity für jede Anforderung berechnet?
Gibt es etwas, das über die Erwartungen hinaus positiv hervorsticht?
Checkliste Qualitätssicherung
Siehe D04 Qualitätssicherung.
- Code Reviews
Werden Code Reviews systematisch durchgeführt?
Sind alle Teammitglieder manchmal Reviewer?
Gibt es einen Review-Prozess, der …
… klärt, wann Reviews stattfinden?
… eine Checkliste hat, die bei jedem Review geprüft wird?
Gibt es etwas, das über die Erwartungen hinaus positiv hervorsticht? (nicht notwendig)
- Tests
Werden systematisch Tests durchgeführt? (automatisch in der CI, manuell nach Testplan, …)
Wird sichergestellt, dass die Tests im Großen und Ganzen alle Funktionen abdecken?
Gibt es etwas, das über die Erwartungen hinaus positiv hervorsticht? (nicht notwendig)
- Pair Programming
Hat Pair Programming stattgefunden?
Gab es sonstige QS-Maßnahmen? (nicht notwendig, aber wenn etwas Beeindruckendes passiert ist, bitte erwähnen)
Hospitation
In dieser Phase hospitiert ihr einmal bei einer anderen TB und werdet selbst hospitiert, um Feedback zu eurer Arbeit zu bekommen und voneinander zu lernen. Zuteilung und Zeitraum stehen noch nicht fest und werden im Matrix-Raum bekannt gegeben. Details zum Ablauf findet ihr unter Hospitation.
Phase III: Projektabschluss
Projektdokumentation
Die L03 Projektdokumentation belegt den Entwicklungsprozess des Teams und ist der Hauptteil der Teamnote.
Wie beim Spezifikationsdokument bekommt ihr zwei Wochen vor der Deadline eine Vorversion und gebt innerhalb einer Woche Feedback
Ihr prüft, ob die Punkte der Bewertungsliste plausibel der Wahrheit entsprechen
Achtet darauf, dass verpasste Meilensteine begründet sind
Vortragstraining und Abschlussvortrag
Jedes Team nimmt gegen Ende des Semesters an einem Vortragstraining teil (Termine siehe Leistungen). Ihr begleitet das Training eurer Teams und unterstützt den Trainer. Erinnert eure Teams rechtzeitig daran, dass sie Vortragstraining und Abschlussvortrag selbst buchen und vorbereiten müssen.
Projektübergabe
Das Projekt endet mit der Übergabe an die AGs (siehe Projektabschluss in D02 Projektmanagement und Termine). Achtet darauf, dass die Teams die Übergabe rechtzeitig planen.
Reaktive Unterstützung
Entwurf: Hier sammeln wir Situationen, in denen Teams erfahrungsgemäß Unterstützung brauchen, und Hilfestellungen, falls ein Team es nicht selbst schafft.
Teamarbeit
Das TPSE ist ein Teamprojekt und ein wesentlicher Erfolgsfaktor ist, dass die Gruppen als Team zusammenarbeiten und gut kommunizieren. Dies solltet ihr als TB prüfen und sicherstellen, indem ihr das frühzeitige und ehrliche Ansprechen von Problemen, regelmäßiges Feedback und effektive Konfliktlösung etabliert.
Funkstille und drohendes Durchfallen
Meldet sich eine Gruppe nicht, schreibt sie aktiv an und informiert bei anhaltender Funkstille die Orga.
Droht ein Team durchzufallen (z. B. weil absehbar zu wenig gearbeitet wird), muss es das frühzeitig von euch erfahren.
Qualitätssicherung
Hinweis: Dieser Abschnitt stammt noch aus der Zeit, in der die Teams eigene QS-Ziele gewählt haben. Seit WiSe 2026 sind Code Reviews, Tests und Pair Programming vorgegeben (siehe D04 Qualitätssicherung). Die Hinweise unten gelten sinngemäß für die vorgegebenen Maßnahmen und für zusätzliche QS-Wünsche der AGs. Die früher verwendete Übersicht möglicher QS-Ziele und Maßnahmen findet ihr unter Qualitätssicherungsziele.
Im Folgenden gehen wir auf die Rolle der Teambegleitung in der Qualitätssicherung ein. Mehr allgemeine Informationen zu Qualitätssicherung findet ihr in den Begleitvorlesungen.
Die Auswahl von Qualitätszielen und die Erstellung von passenden Maßnahmen und Prozessen scheint zu Beginn einfach, erfordert allerdings gute Überlegungen. Erfahrung erleichtert dies. In der Regel haben die Teambegleitungen schon selbst das TPSE belegt und haben deshalb diese Erfahrungen schon sammeln können. Zu Beginn des TPSE ist es hilfreich, eure Teams kennenzulernen. Dabei könnt ihr sie danach fragen, ob sie das Modul Software-Engineering (welches einen guten theoretischen Grundstein legt) schon belegt haben und ob sie schon einmal ein größeres Projekt bestritten haben. Dadurch erfahrt ihr, wie das Team aufgestellt ist.
Eure Aufgaben der Teambegleitung bezüglich der Qualitätssicherung bestehen darin, das Team zu unterstützen, die richtigen Qualitätsziele auszusuchen und passende Maßnahmen mit zugehörigen Prozessen zu definieren. Dafür gibt es kein Patentrezept, ihr müsst situationsbedingt handeln.
Typische Fehler von TPSE-Studierenden sind:
Wurden die QS-Ziele lediglich ausgewählt, weil der AG darauf Wert legt, oder hat sich das Team selbst darüber Gedanken gemacht?
Ist die Auswahl der QS-Ziele richtig oder wäre ein anderes QS-Ziel in Bezug auf das Projekt passender?
Ist die Maßnahme wirklich geeignet, um das QS-Ziel zu erreichen? Oder müssten noch weitere Maßnahmen hinzugefügt werden, um dieses zu erreichen?
Eine Maßnahme eines QS-Zieles erwirkt keinen Mehrwert, da die Anforderung schon durch eine andere Maßnahme abgedeckt ist.
Oft werden die QS-Ziele Funktionalität und Zuverlässigkeit nicht richtig verstanden und Maßnahmen vertauscht.
Es werden sich QS-Ziele ausgedacht, obwohl diese standardisiert sind.
Keine vollständigen QS-Ziele (fehlende „wer macht wann was warum und mit welcher Folge?“).
Das QS-Ziel ist zu generisch gewählt und der Bezug zum Projekt fehlt.
Die Rücksprache mit dem AG ist keine Maßnahme für ein QS-Ziel.
Ist die Regelmäßigkeit der Maßnahmen wohlüberlegt oder generisch? Dies kann sehr einfach mit der Frage herausgefunden werden „Warum habt ihr das Intervall von x für die Maßnahme verwendet?“.
Konflikte
Konflikte im Team oder mit den AGs sind nicht unüblich. Am besten beugt ihr vor, indem ihr von Anfang an eine gute Stimmung schafft und offene Kommunikation etabliert.
Wenn es doch zu Konflikten kommt, helfen folgende Strategien:
Sachlich bleiben
Perspektive wechseln
Menschen und Probleme trennen
Hilfe holen: bei anderen TBs, im TB-Orga-Meeting oder bei der TPSE-Orga
Die folgenden Szenarien und Lösungsansätze wurden in früheren TB-Orga-Meetings gesammelt. Sie dienen auch den Teams als Anregung für die Risiken im L01 Spezifikationsdokument.
Unterschiedliche Vorkenntnisse
Die Teammitglieder haben sehr unterschiedliches Vorwissen in den für das Projekt relevanten Themen. Wie schafft ihr es, dass die Gruppe trotzdem als Team zusammenarbeitet und sich alle einbringen können?
Mehr Zeit für Einarbeitung einplanen
Wissen im Team vermitteln: Code Reviews, Pair Programming, gemeinsame Arbeitssitzungen
Gegenseitig Tools vorstellen
Beschwerden über andere Teammitglieder
Es entsteht ein Konflikt im Team, und einzelne Mitglieder wenden sich mit Beschwerden über andere an euch.
Ergreift selbst die Initiative, statt abzuwarten
Sucht auch das Gespräch mit einzelnen Teammitgliedern
Sprecht Probleme (anonymisiert) im TB-Orga-Meeting an
Unzufriedene AGs
Die AGs sind unzufrieden mit der Leistung eurer Gruppe.
Klärt, warum genau sie unzufrieden sind
Besprecht mit den AGs, was realistisch erwartet werden kann, ggf. in einem Einzelgespräch zwischen TB und AG. Unnötiger Druck der AGs auf das Team hilft in der Regel nicht.
Achtet darauf, dass das Team Ziele und Absprachen protokolliert
Motiviert die Gruppe
Zu viel Respekt vor der TB
Beim Kennenlernen merkt ihr, dass die Gruppe sehr viel Respekt vor euch hat und sich bei Problemen vermutlich nicht trauen wird, euch einzuweihen.
Macht deutlich, dass ihr selbst auch Studierende seid
Nehmt mal an einem Projekttreffen außerhalb eurer TB-Treffen teil, damit die Gruppe euch auch in einer Situation kennenlernt, in der ihr nichts von ihr wollt
Schlecht erreichbare Teammitglieder
Einige Teammitglieder sind nicht oder nur sehr schlecht erreichbar.
Legt zu Projektbeginn einen festen Kommunikationskanal fest, auf dem alle erreichbar sind
Urlaube und Klausurphasen sollten früh kommuniziert werden
Reagiert eine Person auf keinem Kanal mehr, benachrichtigt die Orga
Projekt entspricht nicht der Beschreibung
Das Projekt entspricht nicht ganz der Beschreibung, und die Gruppe hat keine Lust darauf.
Besprecht die Diskrepanz zwischen Beschreibung und Projekt genauer, findet die Ursache und versucht sie zu beheben
Das Team kann durch eigene Vorschläge für Anforderungen Einfluss auf das Projekt nehmen
Aufgaben nach Interesse verteilen, schwierige Aufgaben gemeinsam angehen
Zusammengewürfelte Gruppe
Die Gruppe wurde zusammengewürfelt, und nur Einzelne kennen sich bereits gut. Wie bringt ihr das Team zusammen?
Lasst die Gruppe ihre Erwartungen kommunizieren (angestrebte Note, Arbeitsaufwand)
Regt gemeinsame Aktivitäten an, auch außerhalb der Projektarbeit
Teammitglieder arbeiten nicht mit
Die Gruppe beschwert sich, dass ein oder mehrere Teammitglieder nicht mitarbeiten.
Bleibt objektiv
Sucht die Ursache: Warum arbeitet eine Person (scheinbar) weniger? Gibt es eine Wissenslücke oder eine ungünstige Aufgabenverteilung?
Für den Projekterfolg ist eine faire Aufgabenteilung nicht unbedingt nötig – wohl aber, damit sich alle gerecht behandelt fühlen
AGs erfüllen ihre Pflichten nicht
Die AGs haben zu selten Zeit für Treffen oder haben sich keine konkreten Anforderungen überlegt.
Schlagt einen festen zweiwöchentlichen Termin vor, dazu haben sich die AGs verpflichtet
Bleibt das Problem bestehen, kontaktiert die Orga
Begleitberichte
Wir erwarten drei kurze (bis 750 Wörter) Berichte, einen pro Phase, in denen ihr eure Arbeit als Teambegleitung darlegt. Geht dabei insbesondere auf die konkrete Arbeit ein, die ihr geleistet habt, und reflektiert, was gut und was schlecht läuft.
Initialbericht:
Das Teamtraining
Die ersten Treffen mit Teams und AGs und die initiale Organisation der Teams
Zwischenstandsbericht:
Die Organisation des Feedbacks zum Spezifikationsdokument
Die Meilensteine und wie die Teams in ihren Rhythmus gefunden haben
Abschlussbericht:
Sicherstellung der Qualitätssicherung ab Mitte Januar
Feedback zur Projektdokumentation
Prüfung der Projektdokumentation auf Plausibilität
Organisation und Begleitung der Abschlusspräsentation
Die restlichen Punkte gelten für alle Berichte.
Erklärt dabei immer:
Wie die Zusammenarbeit mit den Teams insgesamt läuft.
Sticht irgendetwas hervor, das besonders hilfreich oder unnötig aufwendig ist?
Wie ihr Feedback/Unterstützung für die Punkte organisiert habt
War viel Feedback notwendig?
Gab es Schwierigkeiten, die hätten vermieden werden können (von eurer Seite oder durch bessere Veranstaltungsunterlagen)?
Was habt ihr aus dem Prozess mitgenommen?
Wie ihr den Prozess (mit besonderem Blick auf die Qualitätssicherung) der Teams prüft und unterstützt.
Wie war die allgemeine Zusammenarbeit mit dem Team?
Was sind für euch die Herausforderungen?
Könnt ihr gut Einblick in die Prozesse der Teams bekommen oder ist das schwierig?
Wie sehr unterscheiden sich die Prozesse der Teams?
Warum habt ihr die Prozesse so organisiert?
Ab dem zweiten Bericht sind hier Änderungen zum vorherigen Bericht am interessantesten.
Bei wenig Änderungen aber bitte trotzdem kurz (1 Satz) den vorherigen Stand zusammenfassen.
Sonstige Herausforderungen, die euch zu schaffen machen, oder die ihr gelöst habt?
Werdet, wo möglich, konkret. Nicht nur: „Ich habe dem Team Feedback gegeben“, sondern: „Ich habe dem Team empfohlen, Technik X und Y zu probieren und Software Z und A zu verwenden.“
Folgt dabei grob dieser Struktur:
Übersicht über eure Arbeit als TB.
Gebt hier insbesondere Punkte an, die für alle Teams ähnlich waren.
Details pro Team.
Gebt für jedes Team die Gruppennummer und ID an.
Beschreibt kurz, wie der Prozess des Teams aussieht.
Fazit
Rückblickende Reflexion von eurer Seite, wie es gelaufen ist, was für euch besonders wichtig war, und was ihr aus dem Ganzen gelernt habt.
Die Begleitberichte dienen als Bewertungsgrundlage für das Teambegleitungspraktikum. Was die Bewertung angeht, möchten wir hier sehen, dass ihr euch Gedanken über den Prozess macht. Probleme anzusprechen, die ihr hattet, wirkt sich nicht negativ auf die Bewertung aus. Im Gegenteil, Probleme zu erkennen ist in der Regel ein gutes Zeichen.
Hospitation
Für die Teambegleitungen findet dieses Semester eine Peer-Hospitation statt. Diese hat inhaltlich keinen unmittelbaren Einfluss auf eure Note. Stattdessen dient sie als Möglichkeit, Feedback zu erhalten, einen Anlass für Austausch zu bieten und durch Beobachtung aus der Erfahrung anderer zu lernen. Ihr könnt die Hospitation nutzen, um euch gezielt Feedback zu etwas geben zu lassen, bei dem ihr euch verbessern wollt, das weitere Vorgehen in einer Situation, bei der ihr euch unsicher seid, mit einer zweiten TB zu besprechen, oder einfach euren Stil mit einem anderen zu vergleichen und zu überlegen, wie ihr davon profitieren könnt.
Ablauf
Der Ablauf der Hospitation wird hier kurz beschrieben.
Wer hospitiert wen?
Jede TB hospitiert eine weitere TB und wird von dieser TB hospitiert. Die Zuteilung geschieht weitgehend zufällig. Die Aufteilung und der genaue Zeitpunkt werden rechtzeitig vorher im Matrix-Raum bekannt gegeben.
In welchem Rahmen findet die Hospitation statt?
Jede Hospitation sollte in einem Treffen der Gruppe mit der TB stattfinden. Sollte es aus gutem Grund im vorgesehenen Zeitraum keine Treffen dieser Art geben, ist auch ein AG-Treffen mit TB und Gruppe in Ordnung.
Obwohl jede TB mehrere Gruppen hat, muss nur eine davon hospitiert werden. Macht der Gruppe klar, dass nicht das Verhalten der Gruppe hospitiert wird und die Hospitation keinen Einfluss auf Noten hat (weder der Gruppe noch der TB).
Unter Beachtung dessen kann die TB, die hospitiert wird, die Gruppe frei wählen. Je nach persönlicher Zielsetzung kann es zum Beispiel sinnvoll sein, eine Gruppe zu wählen, bei der nicht alles perfekt läuft, ihr euch herausgefordert fühlt oder bei der ihr Input zum weiteren Vorgehen gebrauchen könnt.
Wie werden die Termine festgelegt?
Jede Zweiergruppe legt die Termine eigenständig fest. Pro Hospitation werden ein Gruppentreffen und ein Feedbackgespräch (nur die beiden TBs) benötigt. Das Feedbackgespräch sollte auf jeden Fall zeitnah stattfinden, idealerweise im Anschluss an das Gruppentreffen.
Die Hospitationen sollten vor der Winterpause stattfinden, damit ihr das Feedback im weiteren Verlauf noch anwenden könnt.
Was wird dem Orgateam berichtet?
Ihr notiert für beide Gruppentreffen in euren TB-Logs, dass die Hospitation stattgefunden hat. Inhalte bleiben zwischen euch, sofern ihr euch nicht gezielt dafür entscheidet, uns zu kontaktieren/berichten.
Wie wird die Hospitation vorbereitet?
Zur Vorbereitung eurer eigenen Hospitation beantwortet bitte folgende Fragen und sendet die Antworten spätestens 24 Stunden vor dem Treffen an die hospitierende TB. Bevor ihr hospitiert, sichtet die Antworten und überlegt euch, wie ihr eure Beobachtungen, insbesondere in Bezug auf die Frage, worauf geachtet werden soll, am besten festhaltet, um sie im Anschluss weiterzugeben.
Wo liegen eure persönlichen Stärken als TB? Was könnt ihr, was euch in bestimmten Situationen zu einer besonders guten TB macht?
In welchen Bereichen oder Situationen würdet ihr eure Fähigkeiten gerne noch verbessern? Wo fühlt ihr euch unsicher oder glaubt, nicht so zu agieren, wie ihr es euch wünscht?
Zu welchen Aspekten hättet ihr gerne Feedback? Worauf soll die TB, die euch hospitiert, gezielt achten?
Inspirationen
Hier sind noch einige Inspirationen dafür, was in den Hospitationen interessant sein könnte.
Welcher Struktur folgte das Treffen? Was war daran gut und was könnte verbessert werden?
Welche Rolle nimmt die TB ein (eher passiv, moderierend oder aktiv in der Gesprächsführung)? Entspricht dies der Rolle, die ich als hospitierte TB (für diese Gruppe) anstrebe? Was war gut gelöst? Wann hätte mehr oder weniger ins Gespräch eingegriffen werden können?
Wirkte das Gespräch von Seiten der TB gut vorbereitet? Konnten aufkommende Fragen zufriedenstellend beantwortet werden?
Haben sich die Gruppenmitglieder aktiv am Gespräch beteiligt? Gab es Personen, die sich nicht beteiligt haben? Wie ist die TB damit umgegangen?
War das Gespräch lösungsorientiert (d. h. wurden Probleme diskutiert, Lösungen erarbeitet, Aufgaben verteilt, etc.)?
War das allgemeine Auftreten der TB empathisch, souverän, informiert?
Hat sich die TB klar ausgedrückt?
Nachbesprechung
Im Feedbackgespräch, an dem nur die beiden TBs teilnehmen, soll sowohl das besuchte Gruppentreffen nachbesprochen werden als auch darüber hinaus Anregungen ausgetauscht werden. Zunächst sollten beide TBs ihren Eindruck des Gesprächs schildern. Dann stellt die hospitierende TB ihr Feedback zu den gewünschten Punkten sowie alle weiteren Beobachtungen vor. Falls die hospitierte TB das wünscht, können gemeinsam Lösungs-/Verbesserungsansätze besprochen werden.
Außerdem können weitere Punkte zum Verlauf des TPSE besprochen werden. Dafür kann unter anderem eine Auswahl der folgenden Themen herangezogen werden:
Wie ist bislang der Gesamteindruck der jeweiligen Gruppen?
Gruppenmanagement:
Wie bleibe ich über den Fortschritt der Gruppen informiert? (Kommunikationskanäle)
Reaktionszeiten (Was tun, wenn die Gruppe erst sehr spät antwortet, etc.)
Wie gut arbeitet die Gruppe als Team zusammen? Kann ich meine Gruppe mehr motivieren (falls ja, wie)?
Wie ist das Gruppenklima insgesamt?
Gibt es Gruppen, die mehr Betreuung benötigen als andere? Wie gehe ich damit um? Wie motiviere ich sie zu mehr Selbstständigkeit?
Gab es Konflikte innerhalb der Gruppe? Wie gehe ich damit um? Gibt es Anzeichen dafür, dass es zu Konflikten kommen könnte? Versuche ich hier vorzubeugen? Wie?
Inhaltlich
QS: gibt es besonders gut gelungene/passende QS-Ziele der Gruppen (die weiterempfohlen werden können)?
Tools: Benutzt meine Gruppe coole Tools, die noch nicht genannt werden, aber auf jeden Fall empfohlen werden sollten? So etwas kann gerne im Matrix-Raum mit allen TBs geteilt werden.
Umgang mit AG
Gibt es problematische AGs? (wenig Feedback, zu viele Anforderungen, übermotiviert, …)
Wie gehe ich damit um?
Selbstreflexion
An welchen Stellen habe ich mich überfordert gefühlt?
Welche Aufgaben fallen mir schwer, welche leicht?
TB-Logs
In diesem Abschnitt findet ihr Hinweise zu den TB-Logs, die ihr zu jeder Software-Iteration eurer Gruppe abgeben sollt.
Motivation
Es ist für uns als Orga-Team aufgrund der hohen Anzahl von Gruppen nicht möglich, selbst Kontakt zu den Gruppen zu halten und den Fortschritt der Gruppen zu verfolgen. Damit das Orga-Team einen Überblick darüber bekommt, was in den Gruppen passiert, ist es eure Aufgabe, zu jeder eurer Gruppen pro Iteration ein Log zu schreiben.
Grundsätzliches
Für das Orga-Team ist eure eigene Einschätzung über den Fortschritt der Gruppen relevant. Daher sollen eure Logs weder zu spezifisch sein (z. B. mit genauen Zeitangaben) noch zu allgemeine Informationen enthalten. Es muss nicht immer Fließtext sein, ausformulierte Stichpunkte sind auch in Ordnung.
TODO (Orga): Im TB-Orga-Meeting vom 17.11.2025 wurde stattdessen Fließtext gewünscht („nicht explizit Stichpunkte setzen“). Klären, was gilt, und ggf. diesen Absatz sowie die Beispiele 2 und 3 anpassen.
Bei der Bewertung der Logs achtet das Orga-Team vor allem darauf, dass ihr regelmäßig Logs schreibt und dass eure Logs Mehrwert bieten, um einen Eindruck vom Stand eurer Gruppen zu bekommen.
Do’s
Jede Iteration ein Log schreiben!
Ca. eine Viertelseite, gerne Absätze nutzen für bessere Lesbarkeit
Notwendigen Kontext mitliefern & eure eigene Einschätzung geben
Markiert das Log als wichtig, falls es Probleme gibt / die TPSE-Orga das Log zeitnah lesen sollte
Don’ts
Uhrzeit- und Datumsangaben
Fragen (bitte stattdessen in den Matrix-Raum oder ins TB-Orga-Meeting, oder bei persönlichen Anliegen per Mail)
Leitfragen
Was ist der Status des Projekts?
Gibt es in der Gruppe Schwierigkeiten? Wo und wie könnte man unterstützen?
Gibt es Dinge, die noch nicht verstanden wurden?
Liegt die Gruppe im Zeitplan?
Gibt es Probleme oder Konflikte?
Wie sieht der Fortschritt bzgl. Anforderungen, Tests und Code Reviews aus? Wie laufen die Iterationen?
Werden die Aufgaben fair aufgeteilt?
Arbeiten alle richtig mit?
Sind alle erreichbar?
Ist der:die AG zufrieden?
Beispiele für gute Logs aus dem Vorjahr
Beispiel 1: Die Gruppe ist sehr selbstständig und ist auch in engem Kontakt mit dem Auftraggeber, um alle möglichen organisatorischen Dinge für das Projekt zu klären.
Das erste AG-Treffen hat bereits stattgefunden. Hierbei musste ich an der ein oder anderen Stelle etwas nachhelfen, damit alle Themen angesprochen werden.
Weiterhin hatte die Gruppe noch ein weiteres Treffen, zu dem ich zeitlich nicht dazukommen konnte, jedoch haben wir uns über den Discord-Server ausgetauscht.
Teilweise lässt die Gruppe sich etwas Zeit, wenn es um organisatorische Fragen geht, jedoch würde ich dies zum momentanen Zeitpunkt nicht als Problempunkt betrachten, da die Gruppe sich erst noch etwas kennenlernen muss – sie hat sich erst durch das TPSE zusammengefunden.
Beispiel 2:
Fachlich
Das Thema, das der Gruppe zugewiesen wurde, gefällt allen Teilnehmer:innen. Es sind viele fachliche Vorkenntnisse vorhanden. Eine besondere Herausforderung für die Gruppe wird es sein, den SE-Prozess im gewünschten Detailgrad durchzuführen. Die Gruppe möchte sich jedoch auf den agilen Prozess einlassen und steht dem positiv gegenüber.
Sozial
Die Gruppe kannte sich bereits vorher. Es herrscht eine angenehme Arbeitsatmosphäre, und die Teammitglieder sind eingespielt. Alle trauen sich, frei ihre Meinung zu äußern, auch wenn nicht immer alle Teilnehmer:innen derselben Meinung sind.
Beispiel 3:
Meeting mit TB (KW 44):
Gutes und konstruktives Treffen
Team kennt sich größtenteils
Alle 5 Gruppenmitglieder zeigen Motivation
Team hat Agenda für das AG-Treffen erarbeitet
Meeting mit AG (KW 45):
Gruppe hat die Initiative ergriffen und einen sehr kompetenten Eindruck hinterlassen
Rahmenbedingungen und weiteres Vorgehen wurden zufriedenstellend festgelegt
Intensiver Austausch über mögliche User-Storys
AG konnte einzelne Funktionalitäten noch nicht priorisieren (Umfang noch unklar, wird aber wohl bis zum nächsten Meeting präzisiert)
Ausblick und Prognose: Das Projekt ist ziemlich gut gestartet, sodass die Prognose sehr positiv ausfällt. Die Gruppe wirkt organisiert, kompetent und motiviert.
Beispiel 4: Der Erstkontakt mit der Gruppe hat ohne Probleme funktioniert, und wir konnten auch schnell einen Termin für das erste Treffen finden. In diesem hatten wir einen sehr offenen Diskurs, in dem sich alle zu Wort meldeten und über das Projekt gesprochen wurde. Dabei kamen verschiedene Fragen auf, die durch die Folien nicht geklärt werden konnten. Anhand dieser und weiterer Informationen, die ich der Gruppe zur Verfügung gestellt hatte, stellte die Gruppe selbstständig eine Agenda mit Fragen zusammen, die sie mir überreichte. Die Gruppe leitete das Gespräch anhand der Agenda und konnte alles Wichtige mit den AG klären.