TB Handbuch

Änderungen:

Eure Rolle als TB

Liebe Teambegleitungen,

schön, dass ihr dieses Jahr Teambegleitung (TB) im Teamprojekt Softwareentwicklung (TPSE) seid! Als TB begleitet ihr mehrere Studierendenteams durch ihr Softwareprojekt. Dieses Handbuch beschreibt eure Aufgaben und den Ablauf des Praktikums. Es wird laufend ergänzt. Anregungen nehmen wir gerne entgegen.

Euer TPSE-Organisationsteam

Euer Ziel

Euer wichtigstes Ziel: Das Team bringt das Projekt erfolgreich zum Abschluss zur Zufriedenheit der Auftraggeber:innen. Wenn Probleme absehbar sind (z. B. Konflikte, unrealistische Anforderungen, keine Fortschritte), helft dem Team proaktiv dabei, diese zu lösen. Bei besonders schwierigen Problemen informiert bitte frühzeitig die TPSE-Orga.

Ablauf des Semesters

Die Teams arbeiten das ganze Semester an einem Softwareprojekt für ihre AGs, in Iterationen von etwa zwei Wochen. Den Ablauf aus Sicht der Studierenden beschreibt die Übersicht der Begleitveranstaltung. Für eure Arbeit als TB teilen wir das Semester in drei Phasen und schreibt zu jeder Phase einen Begleitbericht:

Die Kapitel zu den Phasen beschreiben, was jeweils zu tun ist. Danach folgen allgemeine Hinweise für Situationen, die euch im Laufe des Semesters begegnen können, sowie Details zu Begleitberichten, Hospitation und TB-Logs.

Aufgaben

Als Teambegleitung helft ihr euren Gruppen bei auftretenden Problemen und unterstützt sie während des Projekts.

Was eine gute TB ausmacht

Im ersten TB-Orga-Meeting haben wir gemeinsam gesammelt, was eine gute TB ausmacht:

Nicht eure Aufgaben

Nicht Teil eurer Aufgaben ist es, bei der Implementierung oder Organisation der Arbeitsaufteilung zu helfen. Die Leistung der betreuten Gruppe hat keinen Einfluss auf eure Note als Teambegleitung.

KI-Tools

Die Regeln zum KI-Einsatz aus den Infos für Studierende gelten auch für euch, z. B. für eure Berichte und Logs. Außerdem solltet ihr sie euren Teams erklären können.

Leistungen

Termine

Bei diesen Terminen seid ihr anwesend:

Abgaben

Bewertung

Etwa 70 % eurer Note ergeben sich aus den Begleitberichten.

Die übrigen etwa 30 % bewerten eure Mitarbeit: Anwesenheit, Pünktlichkeit und aktive Teilnahme bei den oben genannten Terminen, Zuverlässigkeit gegenüber Teams, AGs und Orga, Lösungsorientierung bei Irregularitäten.

Für eine sehr gute Note reicht es, die oben genannten Leistungen sorgfältig zu erbringen. Die Note, die eure Teams von AG und TPSE-Orga erhalten, fließt nicht in eure Note ein. Die Gewichtung ist vorläufig.

Zusatzleistungen

Freiwillig könnt ihr zusätzliche Leistungen erbringen. Sie fließen in die Mitarbeit ein und können andere Punkte ausgleichen. Beispiele:

Phase I: Erste Schritte

Zu Semesterbeginn kommt ihr zuerst zum TB-Orga-Meeting in der ersten Vorlesungswoche und dann zur TB-Schulung für die Teamtrainings. Wann ihr eure Teams und AGs zum ersten Mal trefft, hängt von der Teamzuteilung und vom Termin des Teamtrainings ab. Das erste Gruppen- oder AG-Treffen kann also auch vor dem Teamtraining liegen. Die Abschnitte zu den ersten Treffen sind deshalb ausführlich. Nehmt sie als Erinnerung, was wichtig sein könnte, nicht als feste Agenda.

Kommunikation und TB-Orga-Meetings

Die Kommunikation unter den TBs und mit uns läuft über den Matrix-Raum für alle TBs (noch nicht drin? Meldet euch bei uns). Bei Fragen erreicht ihr uns dort, im TB-Orga-Meeting oder unter tpse@cs.tu-darmstadt.de.

TB-Orga-Meetings

Ab 2026-10-12 montags 13:30 Uhr in S105/24 (WiSe 26/27).

Die TB-Orga-Meetings finden anfangs wöchentlich statt, später gegebenenfalls zweiwöchentlich. Eure Anwesenheit wird erfasst, und wir erwarten aktive Beteiligung: Bringt Fragen und Probleme eurer Teams mit. Wer möchte, kann das Protokoll eines Meetings führen (siehe Zusatzleistungen).

Trainings und Teamzuteilung

Jedes Team nimmt zu Beginn des Semesters an einem Teamtraining teil und bucht den Termin selbst. Ihr begleitet die Teamtrainings eurer Teams und unterstützt den Trainer. Darauf bereitet euch eine TB-Schulung vor, in der ihr den Ablauf kennenlernt und die Methoden übt, bei denen ihr den Trainer unterstützt. Die Teilnahme ist verpflichtend und geht in eure Bewertung ein.

Über die Teamtrainings werden euch auch eure Teams zugeteilt: Ihr gebt eure Verfügbarkeit für die Trainings an und betreut die Teams, deren Teamtraining ihr begleitet. Sobald die Zuteilung steht, bekommen Team, AG und ihr eine gemeinsame E-Mail, um das erste Treffen zu organisieren.

Wünsche oder Ausschlüsse (z. B. Teams mit Personen, die ihr gut kennt) meldet ihr bitte frühzeitig bei der Orga.

Die Termine und Räume sollten in TUCaN stehen. Nach aktuellem Stand (WiSe 26/27):

Den Prozess der Studierenden kennen

Damit ihr eure Teams begleiten und ihre Fragen beantworten könnt, müsst ihr den Ablauf des TPSE aus Sicht der Studierenden kennen. Lest dazu die Übersicht der Begleitveranstaltung (inkl. Termine) und die Begleitdokumente D01 Agile Manifesto, D02 Projektmanagement, D03 Anforderungen und D04 Qualitätssicherung. Für Fragen zu Organisatorischem helfen die Infos für Studierende.

Erstes Gruppentreffen

Ziel des ersten Gruppentreffens ist das gegenseitige Kennenlernen und die Vorbereitung auf das erste AG-Treffen. Stellt den Kontakt aktiv her und organisiert das Treffen zeitnah, sofern das Team das nicht schon getan hat. Hat das Teamtraining schon stattgefunden, kennt ihr euch bereits und könnt Punkte, die dort behandelt wurden, kürzer halten.

Kennenlernen

Die Gruppe sollte sich untereinander und mit euch bekannt machen. Klärt Vorkenntnisse und Erwartungen an das Projekt. Klärt auch eure Rolle als TB und deren Grenzen: Ihr begleitet den Prozess, implementiert aber nicht mit und verteilt keine Aufgaben.

Agiler Prozess

Besprecht Vorkenntnisse und Unklarheiten zu agiler Entwicklung (Iterationen, Anforderungen, Story Points, Velocity). Überlegt gemeinsam, welche Bestandteile des Prozesses die Gruppe von Anfang an plant (siehe D02 Projektmanagement).

Terminabsprache

Besprecht, welche Termine für AG-Treffen infrage kommen und wie ihr einen ersten AG-Termin ausmacht.

Modalitäten

Besprecht die Abgabemodalitäten und wie die Gruppe ihre Zeiten erfasst.

Feedback

Feedback und ehrliche Kommunikation sind essentiell, deswegen klärt entsprechende Erwartungen und Strategien mit der Gruppe. Erklärt auch eure Position im Gesamtprozess.

Zeiten der Gruppenmitglieder

Wann hat jedes Gruppenmitglied Zeit und wie soll sich die Arbeitslast über das Semester verteilen?

Rollen

Besprecht potentielle Rollen und Verantwortungen, wie bspw. Protokollierung der Treffen und eine feste Kontaktperson für AG und TB. Es gibt keine Projektleitung, Entscheidungen trifft das Team gemeinsam.

Projektfolien durchgehen

Ihr könnt gemeinsam die Folien zum Software-Projekt durchgehen und damit Fragen für das erste AG-Treffen vorbereiten.

AG-Treffen

Sprecht über das erste AG-Treffen und welche Erwartungen und Fragen die Gruppe bereits hat. Jedes Teammitglied sollte sich mit der Projektausschreibung inhaltlich beschäftigt haben. Besprecht, wie die Gruppe im Treffen Fragen stellt und Anforderungen erfragt. Idealerweise erstellt ihr eine grobe Agenda, siehe Anhaltspunkte unter Erstes AG-Treffen.

Erstes AG-Treffen und Umgang mit AGs

Die Teams kontaktieren ihre AGs selbst und vereinbaren das erste Treffen. Es sollte zeitnah nach dem ersten Gruppentreffen stattfinden. Ihr achtet darauf, dass das klappt, und nehmt am ersten Treffen teil.

Wir haben den Teams gesagt, dass sie sich selbst auf das Treffen vorbereiten müssen. Erfahrungsgemäß passiert das oft nicht oder nur oberflächlich. Fragt deshalb vorher nach, wie weit das Team ist, und helft bei offenen Fragen. Besonders wichtig ist das, wenn das AG-Treffen vor eurem ersten Gruppentreffen stattfindet (siehe Erstes Gruppentreffen).

Die AGs kennen den Prozess meist nicht. Das Team leitet die Treffen und führt Protokoll. Ihr lasst die Gruppe die meisten Dinge eigenständig besprechen, greift aber nötigenfalls ein.

Gegenüber AGs tretet ihr höflich, aber bestimmt auf und setzt euch, wenn nötig, durch. Konflikte versucht ihr zunächst zu schlichten. Scheitert das, kontaktiert bitte die TPSE-Orga.

Als Agenda könnt ihr euch an folgenden Punkten orientieren:

Vorstellung

Stellt euch kurz vor und lernt die AG kennen. Hier sollte auch über Programmiersprache, Framework, Infrastruktur, Lizenz, Ressourcen usw. gesprochen werden.

Umfang

Sprecht den zeitlichen Gesamtumfang des Projekts an. Klärt unter diesen Bedingungen realistische Erwartungen an das Projekt und die Abgaben. Beachtet, dass nicht die gesamte Zeit in die Implementierung fließt.

Spezifikationsdokument

Das Team schreibt in der ersten Iteration das L01 Spezifikationsdokument, den „Vertrag“ mit den AGs. Es sollte deshalb vorher wissen, was in das Dokument gehört, und die AGs gezielt nach den nötigen Informationen fragen (u. a. Projektziele, Rahmenbedingungen, erwartete Ergebnisse). Die AGs bekommen eine Vorversion und können dazu Feedback geben.

Ablauf der Iterationen

Iteration 1 startet mit dem ersten AG-Treffen. Eine Iteration dauert normalerweise 2 Wochen; ein regelmäßiger Takt ist wichtiger als der genaue Startzeitpunkt (das gilt entsprechend für die TB-Logs). In jeder Iteration nimmt der AG die umgesetzten Anforderungen anhand ihrer Akzeptanzkriterien ab und priorisiert die nächsten. Die Anforderungen formuliert das Team, basierend auf dem Input des AG.

QS

Erklärt die vorgegebenen QS-Maßnahmen (Code Reviews, Tests, Pair Programming) und fragt, ob dem AG darüber hinaus Qualitätsmerkmale wichtig sind.

Erste Iteration

Legt Aufgaben für die erste Iteration in sinnvollem Umfang fest. Sollten die AGs noch wenig Vorstellung von dem Projekt haben, kann hier auch gemeinsames Brainstorming hilfreich sein. Zunächst kann man zur Findung initialer Anforderungen auch ggf. Bestand analysieren, Kernfunktionen analysieren (die Grundlage für weitere Funktionen sind oder die Minimalanforderungen erfüllen), nichtfunktionale Anforderungen betrachten (Einarbeitung) und typische Situationen in der Anwendung oder das Ziel der Anwendung diskutieren.

Plan für weitere Treffen

Vereinbart einen regelmäßigen Termin für die weiteren Treffen, in der Regel alle 2 Wochen (einmal pro Iteration). Das zweite Treffen sollte vor der Abgabe des Spezifikationsdokuments liegen, damit es mit den AGs abgestimmt ist.

Nach diesem Treffen lohnt es sich, mit den Gruppenmitgliedern gemeinsam Story Points zu schätzen (siehe D03 Anforderungen).

Phase II: Begleitung der Teamleistungen und Meilensteine

Nach den ersten Treffen sollte sich alles in einen Rhythmus einspielen: Die Teams arbeiten in Iterationen, treffen sich regelmäßig mit ihren AGs und schreiben das Spezifikationsdokument. In dieser Phase liegt das Feedback zum Spezifikationsdokument. Daneben achtet ihr darauf, dass die Teams ihre Meilensteine erreichen.

Regelmäßige Treffen

Trefft euch regelmäßig mit euren Teams. Wie ihr das organisiert, hängt vom Team ab. Manche TBs haben sich gut im Anschluss an die AG-Treffen mit ihren Teams getroffen, andere zu einem eigenen Termin.

Seid außerdem zumindest bei einigen AG-Treffen dabei, um zu sehen, ob die Zusammenarbeit zwischen Team und AG funktioniert. Bei Problemen solltet ihr häufiger dabei sein.

Spezifikationsdokument

Das L01 Spezifikationsdokument stellt den „Vertrag“ zwischen dem Team und den AGs dar. Ziel ist die Klärung des Projektrahmens. Das Team schreibt es in der ersten Iteration, basierend auf den Gesprächen mit den AGs.

Konstruktives Feedback

Als TB gebt ihr an verschiedenen Stellen Feedback, sowohl zur Bewertung von Leistungen als auch zur Verbesserung von Prozessen und Kommunikation. Hierfür ist es essentiell, dass das Feedback konstruktiv ist. Die Grafik der HDA fasst die Kernpunkte konstruktiver Kommunikation zusammen. Feedback sollte sachlich richtig und prägnant formuliert werden, wobei keine moralische Verurteilung erfolgt. Bewertungen sollten positive und negative Punkte berücksichtigen und diese nachvollziehbar gewichten.

Erinnert die Teams daran, dass euer Feedback dazu dient, die Abgaben zu verbessern. Bewertet wird am Ende von der Orga. Euer Feedback gibt den Teams vorher einen Eindruck.

Meilensteine und Einblick in den Prozess

Die Teams tragen im Online-Tool ein, wann sie einen Meilenstein erreicht haben, und beschreiben kurz, wie. Ihr prüft, ob der Meilenstein tatsächlich erreicht ist. Grundlage ist immer das, was ihr selbst gesehen habt. Stellt deshalb früh sicher, dass ihr Zugriff auf alles Nötige habt, und fordert ihn sonst beim Team ein.

Checkliste Projektmanagement

Achtet im Laufe des Projekts insbesondere auf diese Punkte (siehe D02 Projektmanagement):

Checkliste Qualitätssicherung

Siehe D04 Qualitätssicherung.

Code Reviews
Tests
Pair Programming

Gab es sonstige QS-Maßnahmen? (nicht notwendig, aber wenn etwas Beeindruckendes passiert ist, bitte erwähnen)

Hospitation

In dieser Phase hospitiert ihr einmal bei einer anderen TB und werdet selbst hospitiert, um Feedback zu eurer Arbeit zu bekommen und voneinander zu lernen. Zuteilung und Zeitraum stehen noch nicht fest und werden im Matrix-Raum bekannt gegeben. Details zum Ablauf findet ihr unter Hospitation.

Phase III: Projektabschluss

Projektdokumentation

Die L03 Projektdokumentation belegt den Entwicklungsprozess des Teams und ist der Hauptteil der Teamnote.

Vortragstraining und Abschlussvortrag

Jedes Team nimmt gegen Ende des Semesters an einem Vortragstraining teil (Termine siehe Leistungen). Ihr begleitet das Training eurer Teams und unterstützt den Trainer. Erinnert eure Teams rechtzeitig daran, dass sie Vortragstraining und Abschlussvortrag selbst buchen und vorbereiten müssen.

Projektübergabe

Das Projekt endet mit der Übergabe an die AGs (siehe Projektabschluss in D02 Projektmanagement und Termine). Achtet darauf, dass die Teams die Übergabe rechtzeitig planen.

Reaktive Unterstützung

Entwurf: Hier sammeln wir Situationen, in denen Teams erfahrungsgemäß Unterstützung brauchen, und Hilfestellungen, falls ein Team es nicht selbst schafft.

Teamarbeit

Das TPSE ist ein Teamprojekt und ein wesentlicher Erfolgsfaktor ist, dass die Gruppen als Team zusammenarbeiten und gut kommunizieren. Dies solltet ihr als TB prüfen und sicherstellen, indem ihr das frühzeitige und ehrliche Ansprechen von Problemen, regelmäßiges Feedback und effektive Konfliktlösung etabliert.

Funkstille und drohendes Durchfallen

Qualitätssicherung

Hinweis: Dieser Abschnitt stammt noch aus der Zeit, in der die Teams eigene QS-Ziele gewählt haben. Seit WiSe 2026 sind Code Reviews, Tests und Pair Programming vorgegeben (siehe D04 Qualitätssicherung). Die Hinweise unten gelten sinngemäß für die vorgegebenen Maßnahmen und für zusätzliche QS-Wünsche der AGs. Die früher verwendete Übersicht möglicher QS-Ziele und Maßnahmen findet ihr unter Qualitätssicherungsziele.

Im Folgenden gehen wir auf die Rolle der Teambegleitung in der Qualitätssicherung ein. Mehr allgemeine Informationen zu Qualitätssicherung findet ihr in den Begleitvorlesungen.

Die Auswahl von Qualitätszielen und die Erstellung von passenden Maßnahmen und Prozessen scheint zu Beginn einfach, erfordert allerdings gute Überlegungen. Erfahrung erleichtert dies. In der Regel haben die Teambegleitungen schon selbst das TPSE belegt und haben deshalb diese Erfahrungen schon sammeln können. Zu Beginn des TPSE ist es hilfreich, eure Teams kennenzulernen. Dabei könnt ihr sie danach fragen, ob sie das Modul Software-Engineering (welches einen guten theoretischen Grundstein legt) schon belegt haben und ob sie schon einmal ein größeres Projekt bestritten haben. Dadurch erfahrt ihr, wie das Team aufgestellt ist.

Eure Aufgaben der Teambegleitung bezüglich der Qualitätssicherung bestehen darin, das Team zu unterstützen, die richtigen Qualitätsziele auszusuchen und passende Maßnahmen mit zugehörigen Prozessen zu definieren. Dafür gibt es kein Patentrezept, ihr müsst situationsbedingt handeln.

Typische Fehler von TPSE-Studierenden sind:

Konflikte

Konflikte im Team oder mit den AGs sind nicht unüblich. Am besten beugt ihr vor, indem ihr von Anfang an eine gute Stimmung schafft und offene Kommunikation etabliert.

Wenn es doch zu Konflikten kommt, helfen folgende Strategien:

Die folgenden Szenarien und Lösungsansätze wurden in früheren TB-Orga-Meetings gesammelt. Sie dienen auch den Teams als Anregung für die Risiken im L01 Spezifikationsdokument.

Unterschiedliche Vorkenntnisse

Die Teammitglieder haben sehr unterschiedliches Vorwissen in den für das Projekt relevanten Themen. Wie schafft ihr es, dass die Gruppe trotzdem als Team zusammenarbeitet und sich alle einbringen können?

Beschwerden über andere Teammitglieder

Es entsteht ein Konflikt im Team, und einzelne Mitglieder wenden sich mit Beschwerden über andere an euch.

Unzufriedene AGs

Die AGs sind unzufrieden mit der Leistung eurer Gruppe.

Zu viel Respekt vor der TB

Beim Kennenlernen merkt ihr, dass die Gruppe sehr viel Respekt vor euch hat und sich bei Problemen vermutlich nicht trauen wird, euch einzuweihen.

Schlecht erreichbare Teammitglieder

Einige Teammitglieder sind nicht oder nur sehr schlecht erreichbar.

Projekt entspricht nicht der Beschreibung

Das Projekt entspricht nicht ganz der Beschreibung, und die Gruppe hat keine Lust darauf.

Zusammengewürfelte Gruppe

Die Gruppe wurde zusammengewürfelt, und nur Einzelne kennen sich bereits gut. Wie bringt ihr das Team zusammen?

Teammitglieder arbeiten nicht mit

Die Gruppe beschwert sich, dass ein oder mehrere Teammitglieder nicht mitarbeiten.

AGs erfüllen ihre Pflichten nicht

Die AGs haben zu selten Zeit für Treffen oder haben sich keine konkreten Anforderungen überlegt.

Begleitberichte

Wir erwarten drei kurze (bis 750 Wörter) Berichte, einen pro Phase, in denen ihr eure Arbeit als Teambegleitung darlegt. Geht dabei insbesondere auf die konkrete Arbeit ein, die ihr geleistet habt, und reflektiert, was gut und was schlecht läuft.

Initialbericht:

Zwischenstandsbericht:

Abschlussbericht:

Die restlichen Punkte gelten für alle Berichte.

Erklärt dabei immer:

Werdet, wo möglich, konkret. Nicht nur: „Ich habe dem Team Feedback gegeben“, sondern: „Ich habe dem Team empfohlen, Technik X und Y zu probieren und Software Z und A zu verwenden.“

Folgt dabei grob dieser Struktur:

Die Begleitberichte dienen als Bewertungsgrundlage für das Teambegleitungspraktikum. Was die Bewertung angeht, möchten wir hier sehen, dass ihr euch Gedanken über den Prozess macht. Probleme anzusprechen, die ihr hattet, wirkt sich nicht negativ auf die Bewertung aus. Im Gegenteil, Probleme zu erkennen ist in der Regel ein gutes Zeichen.

Hospitation

Für die Teambegleitungen findet dieses Semester eine Peer-Hospitation statt. Diese hat inhaltlich keinen unmittelbaren Einfluss auf eure Note. Stattdessen dient sie als Möglichkeit, Feedback zu erhalten, einen Anlass für Austausch zu bieten und durch Beobachtung aus der Erfahrung anderer zu lernen. Ihr könnt die Hospitation nutzen, um euch gezielt Feedback zu etwas geben zu lassen, bei dem ihr euch verbessern wollt, das weitere Vorgehen in einer Situation, bei der ihr euch unsicher seid, mit einer zweiten TB zu besprechen, oder einfach euren Stil mit einem anderen zu vergleichen und zu überlegen, wie ihr davon profitieren könnt.

Ablauf

Der Ablauf der Hospitation wird hier kurz beschrieben.

Wer hospitiert wen?

Jede TB hospitiert eine weitere TB und wird von dieser TB hospitiert. Die Zuteilung geschieht weitgehend zufällig. Die Aufteilung und der genaue Zeitpunkt werden rechtzeitig vorher im Matrix-Raum bekannt gegeben.

In welchem Rahmen findet die Hospitation statt?

Jede Hospitation sollte in einem Treffen der Gruppe mit der TB stattfinden. Sollte es aus gutem Grund im vorgesehenen Zeitraum keine Treffen dieser Art geben, ist auch ein AG-Treffen mit TB und Gruppe in Ordnung.

Obwohl jede TB mehrere Gruppen hat, muss nur eine davon hospitiert werden. Macht der Gruppe klar, dass nicht das Verhalten der Gruppe hospitiert wird und die Hospitation keinen Einfluss auf Noten hat (weder der Gruppe noch der TB).

Unter Beachtung dessen kann die TB, die hospitiert wird, die Gruppe frei wählen. Je nach persönlicher Zielsetzung kann es zum Beispiel sinnvoll sein, eine Gruppe zu wählen, bei der nicht alles perfekt läuft, ihr euch herausgefordert fühlt oder bei der ihr Input zum weiteren Vorgehen gebrauchen könnt.

Wie werden die Termine festgelegt?

Jede Zweiergruppe legt die Termine eigenständig fest. Pro Hospitation werden ein Gruppentreffen und ein Feedbackgespräch (nur die beiden TBs) benötigt. Das Feedbackgespräch sollte auf jeden Fall zeitnah stattfinden, idealerweise im Anschluss an das Gruppentreffen.

Die Hospitationen sollten vor der Winterpause stattfinden, damit ihr das Feedback im weiteren Verlauf noch anwenden könnt.

Was wird dem Orgateam berichtet?

Ihr notiert für beide Gruppentreffen in euren TB-Logs, dass die Hospitation stattgefunden hat. Inhalte bleiben zwischen euch, sofern ihr euch nicht gezielt dafür entscheidet, uns zu kontaktieren/berichten.

Wie wird die Hospitation vorbereitet?

Zur Vorbereitung eurer eigenen Hospitation beantwortet bitte folgende Fragen und sendet die Antworten spätestens 24 Stunden vor dem Treffen an die hospitierende TB. Bevor ihr hospitiert, sichtet die Antworten und überlegt euch, wie ihr eure Beobachtungen, insbesondere in Bezug auf die Frage, worauf geachtet werden soll, am besten festhaltet, um sie im Anschluss weiterzugeben.

Inspirationen

Hier sind noch einige Inspirationen dafür, was in den Hospitationen interessant sein könnte.

Nachbesprechung

Im Feedbackgespräch, an dem nur die beiden TBs teilnehmen, soll sowohl das besuchte Gruppentreffen nachbesprochen werden als auch darüber hinaus Anregungen ausgetauscht werden. Zunächst sollten beide TBs ihren Eindruck des Gesprächs schildern. Dann stellt die hospitierende TB ihr Feedback zu den gewünschten Punkten sowie alle weiteren Beobachtungen vor. Falls die hospitierte TB das wünscht, können gemeinsam Lösungs-/Verbesserungsansätze besprochen werden.

Außerdem können weitere Punkte zum Verlauf des TPSE besprochen werden. Dafür kann unter anderem eine Auswahl der folgenden Themen herangezogen werden:

TB-Logs

In diesem Abschnitt findet ihr Hinweise zu den TB-Logs, die ihr zu jeder Software-Iteration eurer Gruppe abgeben sollt.

Motivation

Es ist für uns als Orga-Team aufgrund der hohen Anzahl von Gruppen nicht möglich, selbst Kontakt zu den Gruppen zu halten und den Fortschritt der Gruppen zu verfolgen. Damit das Orga-Team einen Überblick darüber bekommt, was in den Gruppen passiert, ist es eure Aufgabe, zu jeder eurer Gruppen pro Iteration ein Log zu schreiben.

Grundsätzliches

Für das Orga-Team ist eure eigene Einschätzung über den Fortschritt der Gruppen relevant. Daher sollen eure Logs weder zu spezifisch sein (z. B. mit genauen Zeitangaben) noch zu allgemeine Informationen enthalten. Es muss nicht immer Fließtext sein, ausformulierte Stichpunkte sind auch in Ordnung.

TODO (Orga): Im TB-Orga-Meeting vom 17.11.2025 wurde stattdessen Fließtext gewünscht („nicht explizit Stichpunkte setzen“). Klären, was gilt, und ggf. diesen Absatz sowie die Beispiele 2 und 3 anpassen.

Bei der Bewertung der Logs achtet das Orga-Team vor allem darauf, dass ihr regelmäßig Logs schreibt und dass eure Logs Mehrwert bieten, um einen Eindruck vom Stand eurer Gruppen zu bekommen.

Do’s

Don’ts

Leitfragen

Beispiele für gute Logs aus dem Vorjahr

Beispiel 1: Die Gruppe ist sehr selbstständig und ist auch in engem Kontakt mit dem Auftraggeber, um alle möglichen organisatorischen Dinge für das Projekt zu klären.

Das erste AG-Treffen hat bereits stattgefunden. Hierbei musste ich an der ein oder anderen Stelle etwas nachhelfen, damit alle Themen angesprochen werden.

Weiterhin hatte die Gruppe noch ein weiteres Treffen, zu dem ich zeitlich nicht dazukommen konnte, jedoch haben wir uns über den Discord-Server ausgetauscht.

Teilweise lässt die Gruppe sich etwas Zeit, wenn es um organisatorische Fragen geht, jedoch würde ich dies zum momentanen Zeitpunkt nicht als Problempunkt betrachten, da die Gruppe sich erst noch etwas kennenlernen muss – sie hat sich erst durch das TPSE zusammengefunden.

Beispiel 2:

Beispiel 3:

Beispiel 4: Der Erstkontakt mit der Gruppe hat ohne Probleme funktioniert, und wir konnten auch schnell einen Termin für das erste Treffen finden. In diesem hatten wir einen sehr offenen Diskurs, in dem sich alle zu Wort meldeten und über das Projekt gesprochen wurde. Dabei kamen verschiedene Fragen auf, die durch die Folien nicht geklärt werden konnten. Anhand dieser und weiterer Informationen, die ich der Gruppe zur Verfügung gestellt hatte, stellte die Gruppe selbstständig eine Agenda mit Fragen zusammen, die sie mir überreichte. Die Gruppe leitete das Gespräch anhand der Agenda und konnte alles Wichtige mit den AG klären.